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Erika und Klaus Mann

Literarische Opposition gegen das Naziregime


Die Bücher der beiden Geschwister Erika (1905-1969) und Klaus Mann (1906-1949) sind auch heute noch aktuell und sehr gut lesbar. Und ganz besonders möchten wir Ihnen das Kinderbuch von Erika Mann „Zehn jagen Mr. X“ empfehlen, ein Buch das auf spannende Weise Mut zum Widerstand gegen Diktatoren macht.

Erika Mann
wurde am 9. November 1905 in München geboren. Sie arbeitete zunächst als Schauspielerin und Journalistin. Anfang 1933 gründete sie in München das Kabarett "Die Pfeffermühle"; wenige Wochen später ging sie mit der gesamten Truppe ins Exil. Ab 1936 lebte sie überwiegend in den USA, als Vortragsrednerin und Publizistin. Während des Zweiten Weltkriegs wirkte sie unter anderem an den Deutschland-Programmen der BBC mit und war Kriegsberichtserstatterin für die Alliierten. 1952 kehrte sie mit den Eltern zurück nach Europa. Am 27. August 1969 starb sie in Zürich.

 

Klaus Mann
Geboren am 18.11.1906 in München als ältester Sohn Thomas und Katja Manns. Klaus Mann schrieb mit 15 Jahren erste Novellen. Es folgten die Gründung eines Theaterensembles mit Schwester Erika, Pamela Wedekind und Gustaf Gründgens, 1929 unternahm er eine Weltreise «rundherum». In der Emigration (mit den Stationen Amsterdam, Zürich, Prag, Paris, ab 1936 USA) wurde er zur zentralen Figur der internationalen antifaschistischen Publizistik. Er gab die Zeitschriften «Die Sammlung» (1933-35) und «Decision» (1941-42) heraus, kehrte als US-Korrespondent nach Deutschland zurück.
1949 beging er aus persönlichen und politischen Motiven Selbstmord, nachdem er in dem von Pessimismus erfüllten Essay Die Heimsuchung des europäischen Geistes noch einmal zur Besinnung aufgerufen hatte. Mann sagte sich früh vom Daseinsgefühl der Eltern-Generation los und stellte die Lebenskrise der «Jungen» in der stilistisch frühreifen Kindernovelle und in der Autobiographie des Sechsundzwanzigjährigen Kind dieser Zeit dar. Seine bedeutendsten Romane schrieb Mann im Exil: Symphonie Pathétique, Mephisto. Roman einer Karriere, und Der Vulkan. In der Autobiographie Der Wendepunkt gelangt Klaus Manns Diktion zu Reife und gelassener Sachlichkeit. Er sprach stellvertretend für eine Generation, die in den 20-er Jahren ihre prägenden Eindrücke empfing, mit einem engagierten Freiheitsbewusstsein zu neuen Ufern aufbrechen wollte und zwischen den Fronten einer zerrissenen Nachkriegswelt an der Machtlosigkeit des Geistes verzweifelte.

© Foto oben rechts: Annemarie Schwarzenbach
© Foto Erika Mann und Foto Klaus Mann: rowohlt Verlag

Die Bücher bekommen Sie in unseren beiden Läden in Losheim und Merzig sowie in unserem Webshop: www.rotezora/shop

Klaus Mann: Mephisto
978-3-498-04546-3, Rowohlt Verlag, 20 €

Im Roman "Mephisto" wird die Geschichte des Schauspielers Hendrik Höfgen erzählt, von seinen Anfängen im Hamburger Künstlertheater 1926 bis zum Jahr 1936, als Höfgen es zum gefeierten Star des neuen Reiches gebracht hat. Höfgen geht einen Teufelspakt ein und verrät die humanen Werte, für die er einst eintrat. Am Ende ist er ein "Affe der Macht" geworden, ein "Clown zur Zerstreuung der Mörder". Die Figur des Hendrik Höfgen trägt unverkennbar manche Züge von Gustaf Gründgens. Das Buch ist jedoch kein Schlüsselroman, sondern ein zeitkritisches Panorama der Zustände im Dritten Reich - mit deutlich satirischen Elementen. Klaus Mann sah im Komödianten Höfgen das Symbol "eines durchaus komödiantischen, zutiefst unwahren, unwirklichen Regimes", wie er in seiner Autobiographie betonte. Das Buch "Mephisto" erschien erstmals 1936 im Amsterdamer Exilverlag Querido. 1966 wurde seine Verbreitung in der Bundesrepublik gerichtlich verboten. 1981 erschien trotz Verbots eine Neuausgabe, und der Roman wurde zu einem Kultbuch: als exemplarische und höchst lehrreiche Geschichte über Anpassung und Widerstand, Karrieredenken und künstlerische Moral.

Klaus Mann: Der Wendepunkt
978-3-499-27649-1, Rowohlt Verlag, 14 €

Eine der schönsten Autobiographien des 20. Jahrhunderts. Klaus Manns zeitlose Lebenserinnerungen in neuer Aufmachung. «Was für eine Geschichte ist es denn, die ich zu erzählen habe? Die Geschichte eines Intellektuellen zwischen zwei Weltkriegen, eines Mannes also, der die entscheidenden Lebensjahre in einem sozialen und geistigen Vakuum verbringen musste: innig - aber erfolglos - darum bemüht, den Anschluß an irgendeine Gesellschaft zu finden, sich irgendeiner Ordnung einzufügen: immer schweifend, immer ruhelos, umgetrieben, immer auf der Suche ...» Klaus Manns Erinnerung ist der Spiegel eines ungewöhnlichen Lebens - und eine glänzend geschriebene Schilderung von Zeit- und Kulturgeschichte.

 

Klaus Mann: Symphonie Pathétique
978-3-499-27648-4, Rowohlt Verlag, 14 €

«Symphonie Pathétique»: Ein Roman über den Komponisten Peter IljitschTschaikowsky und über das Verhältnis von Eros, Politik und Kunst. Der zeitlose Klassiker von Klaus Mann in neuer Aufmachung. Klaus Mann entwirft in diesem Roman ein Lebensbild des russischen Komponisten Peter Iljitsch Tschaikowsky vor dem Hintergrund des späten 19. Jahrhunderts. Die versunkenen Szenarien von St. Petersburg und Moskau, des kaiserlichen Berlin, der Gewandhaus-Stadt Leipzig und weiterer Zentren der Musikkultur werden lebendig. Doch der Glanz der bürgerlichen Welt ist trügerisch: Wegen seiner homosexuellen Neigungen war Tschaikowsky zeitlebens zum Außenseiter verdammt. Eines der wichtigsten Werke Klaus Manns.

 

 

Klaus Mann: Flucht in den Norden
978-3-499-27650-7, Rowohlt Verlag, 11 €

Eine junge Frau zwischen individuellem Glück und höherer Verantwortung, zwischen Liebe und Politik. Klaus Manns zeitloser Klassiker in neuer Aufmachung. Mit Hilfe ihrer Studienfreundin Karin flieht Johanna vor dem Terror des Nazi-Regimes nach Finnland. Dort verliebt sie sich in Karins Bruder, den Gutsbesitzer Ragnar. Doch das Liebesglück im hohen Norden währt nur kurze Zeit - dann erreichen Johanna Nachrichten von ihren nach Paris geflüchteten Genossen. Sie wird im Widerstandskampf gebraucht und entscheidet sich schweren Herzens, dem Ruf ihrer politischen Freunde zu folgen, auch wenn sie Ragnar dafür verlassen muss

 

 

„Ruhe gibt es nicht, bis zum Schluß.“
Klaus Mann (1906 - 1949). Bilder und Dokumente

978-3-499-23106-3; Rowohlt Verlag, 15,00 €

Er wurde nur 42 Jahre alt und starb von eigener Hand: Klaus Mann, der älteste Sohn von Thomas und Katia Mann. Zum ersten Mal werden jetzt sein Leben und Schreiben in einem opulenten Bildband dokumentiert: seine Freunde und Feinde, Wege und Irrwege, Triumphe und Niederlagen. Viele der Fotos und Dokumente sind bisher unveröffentlicht, darunter Seiten der berühmten Tagebücher Klaus Manns. Auch über die Familiengeschichte der Manns gibt das Buch wichtige neue Aufschlüsse.

 

Erika und Klaus Mann: Das Buch von der Riviera
978-3-463-40715-9, Kindler Verlag, 16 €

Eine Liebeserklärung an die Côte d'Azur. Sie waren jung, verwöhnt und berühmt. Als Klaus und Erika Mann 1931 einen Reiseführer über die Riviera verfassten, war ihnen das öffentliche Interesse sicher. Mit sichtlichem Vergnügen berichten sie aus dem wilden Marseille, dem mondänen Cannes und natürlich aus Monte-Carlo. Leicht und ironisch plaudern sie über Orte und Menschen, ihre bevorzugten Restaurants und lassen uns an ihren Begegnungen mit Künstlerfreunden und anderen Prominenten jener Zeit teilhaben. Ein faszinierendes Dokument über die Riviera zu Beginn der dreißiger Jahre - mit zahlreichen historischen Fotos.

 

 

 

Erika Mann: Zehn jagen Mr. X
978-3-499-21851-4, Rowohlt Verlag, 15 €

Im Frühling 1942 geschehen in El Peso in Kalifornien aufregende Dinge. Es ist zwar Krieg, aber der ist zum Glück weit weg in Europa. Dafür gibt es hier die »Neue Welt«, einen Kinderstaat, der von Rombout, Björn, Tschutschu, Nelson, Ivan, Betsy, Madeleine, Chris und ihren Freunden organisiert und regiert wird. Hier fühlen sich die Kinder in Sicherheit. Doch das Gefühl trügt. Denn der geheimnisvolle Mr. X soll den Terror mitten unter sie tragen. Als die Kinder ihm auf die Spur kommen, beginnt ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit. Ein spannender, hochpolitischer Exilroman für junge und junggebliebene Leser - geschrieben mitten im Zweiten Weltkrieg als Aufruf zur Unterstützung der Hitler-Gegner weltweit.

 

Erika Mann: Stoffel fliegt übers Meer
978-3-499-21331-1, Rowohlt Verlag, 9,99 €

Erika Mann: Als blinder Passagier macht sich der kleine Stoffel an Bord eines Zeppelins auf die lange und gefährliche Reise nach Amerika. Bevor er allerdings seinen reichen Onkel in New York findet, wartet eine Reihe aufregender Abenteuer auf ihn, die seinen ganzen Mut erfordern. Doch wird der Onkel Stoffels armer Familie auch wirklich helfen?

 

 


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