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Grün, grün, grün sind diese kleinen Bücher

mandelbaums kleine gourmandisen


Gourmandisen sind kleine Leckereien. In diesem Fall handelt es sich um kleine, feine Kochbücher aus dem Mandelbaum-Verlag, in deren Mittelpunkt eine solche Delikatesse steht. Die Büchlein enthalten deren Herkunft und ihre Bedeutung in der Kulturgeschichte, dazu unbekannte Rezepte und Klassiker, Warenkunde sowie kochtechnische Hinweise, viele kulinarischen Kombinationsmöglichkeiten und die Lagerhaltung. Die wunderschön gestalteten Bändchen sind also Kulturgeschichte und Kochbuch in einem. Sie wollen verborgene Schätze heben, die ein wenig in Vergessenheit geraten sind.

Der Vollständigkeit halber sei verraten: Es gibt sie nicht nur in Grün, die kleinen gourmandisen, sondern in allen Farben des Regenbogens, auch in Rot wie Rote Bete und Sauerkirsche, Gelb wie Safran und Quitte, Violett wie Holunder, Braun wie Zimt und Morchel, Weiß wie Steinpilz

 

Gewinnspiel

Kenner des Basilikum-Krautes und solche, die es werden wollen, können das Büchlein gewinnen. Unter den richtigen Antworten auf folgende Preisfrage verlosen wir drei Exemplare:

Was hat das Fest Heiligen Antonius von Padua am 13. Juni mit der Stadt Lissabon und mit Basilikum zu tun? Einsendeschluss ist der 13. Juni 2018?
Hinweise finden die aufmerksamen Leser natürlich auf unserer Seite.

© Spargel Foto: Obstgut Klosterberg (Jeden Donnerstagvormittag mit frischem Spargel bei uns vor der Tür in Merzig)


Kathrin Konrad:
Avocado

978-3-85476-531-8, Mandelbaum Verlag, 12,00 €

Für die einen ist sie die Lifestyle-Frucht des Jahrzehnts, für die anderen immer noch eine unbekannte Exotin, die »nach nichts« schmeckt. Das Buch bietet einen Streifzug durch die Geschichte der Avocado, liefert praktische Tipps und lädt zu einer sehr internationalen Reise durch die schier unerschöpfliche kulinarische Vielfalt ein. Die weltweite Nachfrage nach der Avocado stieg in den letzten Jahren in bisher unbekannte Höhen - mit bereits spürbaren ökologischen Auswirkungen. Beschleunigt wurde der Siegeszug der aus Mittelamerika stammenden Frucht durch den kulinarischen Wirbel um »Superfoods«, den Trend zu veganer Ernährung sowie den Rezept- und Wissensaustausch in Internetforen. Kaum vorstellbar daher für eine ans Grenzenlose gewohnte Generation, dass die Alligatorbirne, wie sie auch genannt wird, noch vor 30 Jahren weitgehend unbekannt und bei uns im Handel kaum erhältlich war. In ihrer ursprünglichen Heimat wird die Avocado seit rund 9.000 Jahren angebaut. Auch die Azteken schätzten sie und brachten den spanischen Eroberern einen immensen Berg der grünen Früchte, als diese nach Gold verlangten. Rezepte von Smoothies, Shakes, kalten und warmen Suppen über Tatars hin zu Aufstrichen, Pasten und Mousses, weiter zu Terrinen, Pesto und natürlich grandiosen Salatvariationen mögen zu neuen Kombinationen inspirieren. Desserts wie Eiscreme oder Torte runden den kulinarischen Teil des Buchs ab.


Linda Wolfsgruber:
Artischocke

978-3-85476-515-8, Mandelbaum Verlag, 12,00 €

Cynara, die Nymphe, wurde in eine Artischocke verwandelt, weil sie sich Zeus verweigert hat. Der Liebe der alten Griechen zu der Pflanze tat dies keinen Abbruch. Vorläufer unserer Artischocke schätzte man im alten Ägypten genauso wie im Rom der Kaiserzeit. Erst im 15. Jh. wurde die Artischocke dann über Arabien nach Italien gebracht. Katharina von Medici nahm sie in ihre neue Heimat Frank¬reich mit, wo Artischocken vor allem ihrer aphrodisierenden Wirkung wegen zum exklusiven Modegemüse wurden. Nicht nur als Gemüse, auch als Heilpflanze hat sich die Artischocke bewährt: Als Tee, Frischpflanzensaft, Extrakt oder Digestif unter¬stützt sie die Arbeit von Leber und Galle und senkt den Cholesterinspiegel. Heute kommen 40% der Artischocken aus Italien. Bruno Ciccagliones Buch mit ungewöhnlichen Rezepten von »alla giudìa« bis Artischockensorbet (viele von ihnen eigene Kreationen) macht Lust auf das sinnliche Gemüse.

Ingrid Haslinger:
Spargel

978-3-85476-505-9, Mandelbaum Verlag, 12,00 €

Seit jeher galt der Spargel als elitär. Kaiser Augustus soll ein so großer Spargelfan gewesen sein, dass seine Befehle mit dem Satz endeten: »... citius quam asparagus coqunatur«, was so viel heißt wie: Der Auftrag solle schneller ausgeführt werden, als der Spargel zum Kochen brauche. Der vierte Band von mandelbaums kleinen gourmandisen widmet sich einer Kulturpflanze, die bereits im Mittelalter als Genuss- und Heilpflanze bekannt war. Auch die alten Griechen wussten den Spargel zu schätzen. Ärzte wie Hippokrates trockneten die Wurzeln und gewannen daraus eine stark harntreibende Medizin. In der Küche ist die kalorienarme Gemüsesorte ein Allrounder. Man kann sie roh, gegart, gebraten oder auch gebacken genießen. An wertvollen Inhaltsstoffen mangelt es dem Spargel nicht.

 


Tatiana Silla:
Basilikum

978-3-85476-556-1, Mandelbaum Verlag, 12,00 €

Basilikum, »das königliche Küchenkraut«, ist mit seinen zahlreichen Unterarten und Varietäten eine äußerst vielseitige Pflanze im Kontext unterschiedlicher kulinarischer Traditionen, wie etwa der thailändischen oder der vietnamesischen. War er bei den Chinesen, Indern und Arabern bereits in der Antike als Heilkraut bekannt, so herrschte bei den antiken Griechen und Römern die Überzeugung, dass man seine Aussaat mit Beleidigungen, Verwünschungen und Flüchen begleiten solle, um ein kräftiges Wachstum zu bewirken. Nicht zuletzt soll dieses Buch auch der Versuch sein, einem Küchenkraut die Ehre zu erweisen, das in Italien seine zumindest europäische Wahlheimat fand. Die Rezepte reichen von frittiertem Basilikum, über Risotto mit Kürbis und Basilikum, zu Menestrón a zeneize (Genueser Minestrone), über Tintenfisch alla carrettiera zu Desserts wie Birnentorte mit Basilikum, weißer Schokolade-Caprese-Torte mit Basilikum und Basilikumkeksen. Und natürlich ist auch dem Pesto alla genovese in diesem Buch Raum gewidmet.

Basilikum als Liebeskraut

Basilikum gilt schon seit der Antike als Lust steigernde Pflanze. Es steigert die Durchblutung im Bauch und soll ganz nebenbei auch gegen Bauchkrämpfe und Blähungen helfen.
In Lissabon schenken sich Verliebte am Tag des Volksheiligen Antonius am 13. Juni gegenseitig einen Topf mit Basilikum, in dem ein Liebesbriefchen steckt. Und die Stadt richtet an diesem Tag eine öffentliche Hochzeit für viele Paare in der Kathedrale aus als Unterstützung für mittellose Pärchen.

Als kleine Hilfe zur Beantwortung unserer Gewinnspielfrage ein Gedicht des just am 13. Juni geborenen portugiesischen Dichters Fernando Pessoa:

Basilikum, Basilikum,
Basilikum, das ich dir gab.
Es ist die Trauer, die geblieben,
auch jene, die ich morgen hab.

Nicht besser ist als das geschenkte,
das, welches man sich kaufen kann.
Stell das Basilikum zur Seite
und schenke mir dein Herz sodann.

Basilikum, es krönt das Fähnchen,
die Nelke, aus Papier gemacht.
Oh blutrot Mund und honigsüß,
wie füllt das alles diese Nacht.

Der Topf vom Fenster fiel herunter.
Hol ihn, ich werde warten, geh!
Will sehn, ob ich dich wohl Finde,
wenn du nicht mehr in meiner Näh.

Basilikum, das sie dir gaben,
und wollen geben Liebe doch,
Basilikum hast du bekommen,
die Liebe harret deiner noch.


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mit Klaas Huizing, 13. November 2018, Merzig


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